Villarricas Geschichte

Im Dezember 1551 entdeckte Pedro de Valdivia den See "Mallolafquen" (weisse Kreide), besser bekannt als Villarricasee. Ein Jahr später gründete Geronimo de Alderete "Santa Maria Magdalena de Villa Rica" am selben Ort, wo die heutige Stadt liegt. Das Ziel war, einen Passübergang über die Andenkette zu finden und vermutete Goldvorkommnisse auszubeuten. Ein halbes Jahrhundert nach seiner Gründung lebten 140 Familien in Villarrica, mehr als 600 Personen.

Mapucheaufstand

Im Jahr 1599 attackierten die ansässigen Indianer die Stadt im Zuge des Generalaufstandes der Mapuche (Mapuche = Leute der Erde). Nach drei Jahren erbitterten Widerstandes, unsäglichen Leidens und ohne Nahrungsmittel ergaben sich die verbleibenden 13 Frauen und 11 Männer am 7. Februar 1602. Jahre später konnten sieben davon befreit werden, und sie erzählten die Geschichte vom Untergang Villarricas.

Friede und Neugründung

280 Jahre später unterschrieben General Gregorio Urrutia, welcher die chilenische Regierung repräsentierte, und mehr als 300 Mapuche Häuptlinge einen Friedensvertrag. Unter den Häuptlingen befanden sich Epulef, Oberhaupt von Villarrica, Panchulef, Oberhaupt von Putue und Aquimanco, Oberhaupt von Ñiquen. Am darauffolgenden Neujahrstag 1883 wurde Villarrica ein zweites Mal gegründet.

Sogleich erschienen die ersten Siedler und Händler, die meisten von ihnen Söhne deutscher Einwanderer aus Valdivia. Die wunderschöne Umgebung, der blaue See und der fast perfekte Kegel des Vulkans lockten von Anfang Touristen an. Die ersten Leute kamen mit dem Zug in Freire an, von wo aus sie in sieben Stunden per Pferd Villarrica erreichten. Die Bahnlinie wurde 1933 bis zum See verlängert, und das Dampfschiff "Doña Rosa" verband Villarrica mit Pucón. Die Strasse zwischen den zwei Städten wurde 1940 gebaut und 1967 geteert.